![]() |
Zum Tag des Denkmals gab es rund um die Zierenberger Stadtkirche ein buntes Markttreiben
ZIERENBERG. Für einen Tag die Zeit um Jahrhunderte zurückdrehen, in mittelalterliche Gewänder schlüpfen, handwerken, wie es die Urahnen taten, oder mit Pfeil und Bogen sich verteidigen, wie die Ritter. Der historische Markt bot allen Bürgern, die Freude an einer Zeitreise in die Vergangenheit hatten, viele Attraktionen.
Bei ihrem Sprung ins Mittelalter liehen sich Jamie, Joyce und Mareike historische
Kostüme aus der Kleiderkammer vom Dachboden des alten Rathauses. Der Weberin und der Stickerin über die Schulter schauen oder zusehen wie Schafwolle gesponnen wurde
- auch diese Möglichkeiten nutzten die Besucher aus. Besonders die Kinder versuchten, beim Dachdecker Schiefer zu bearbeiten oder beim Schreiner zu hobeln.
Hinter der Kirche gab es Gegensätze zu entdecken: Die Bogenschützen mit ihrer modernen Ausrüstung und der Ritter mit seinem mittelalterlichen Bogen, Kettenhemd und Schutzschild. Mit bürgerlichen Namen heißt er Manfred Herbold, sein Hobby ist die mittelalterliche Darstellung. Die Kleinsten schossen Murmeln in die Pappburg und interessierten sich ganz besonders für das altertümliche Spielzeug. Das historische Rätsel unter dem Motto "Fundstelle: Garten" versuchten Jung und Alt gleichermaßen zu lösen.
Herbstliche Dekorationen, Kohl, Möhren und Blumen aus dem Warmetal konnten zur Zubereitung am heimischen Mittagstisch erworben werden. Besonders gut an kam
auch der Kinderzirkus Topia mit Jonglagen und Akrobatik, sowie der Zauberer, der große und kleine Zuschauer faszinierte.
Wer Kulinarisches liebte, der konnte sich mit geräucherten Aalen und Forellen eindecken. Von den mit herbstlichem Blumenschmuck gedeckten Tischen konnte bei Kaffee und Kuchen und der Musik der "Zierenberger" das historische Geschehen beobachtet werden. Nach dem Rundgang auf dem Marktplatz lohnte sich ein Besuch im alten Rathaus. Hier stellte Christine Becker ihre Bilder aus. (ZJG) FOTOS: ZJG